Seit dem Jahr 2000 wird in Mecklenburg-Vorpommern das Projekt "Eltern stark machen" durch den Deutschen Kinderschutzbund umgesetzt. Schon viele Eltern haben in den Elternkursen Anregungen und Hilfe gefunden, sich für die wichtige und schwierige Aufgabe der Erziehung neue Anregungen für den Alltag zu holen. Die Konzepte „Triple P“ und „Starke Eltern – Starke Kinder“ leisten hierbei besonders für den Entwicklungszeitraum von 2 Jahren bis etwa 10 Jahren gute Arbeit. Durch unsere TrainerInnen und durch die Begegnung mit den Eltern im Rahmen dieses Projektes wurden wir immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass es gerade für die schwierige Entwicklungsphase der Pubertät etwas Gleichwertiges geben sollte.
Gleichzeitig beobachteten wir eine mediale Entwicklung, die der Pubertät den Ruf "schwierige Zeit", "mutlose und unmotivierte Jugend", Drogen, Sex, Konsumsucht, Handyschulden und vieles andere mehr andichtet. Die Jugendlichen selbst befragt, hörten wir nur die Meinung, "die Alten verstehen uns sowieso nicht", "Schule ist Scheiße", "Zukunft sieht eh trostlos aus", "Spaß ist alles" oder " ich lebe heute, nicht morgen und nicht gestern".
Markige Sprüche auf der einen Seite und manch Unverständnis auf der anderen Seite. Wir nahmen die Hinweise beider Seiten sehr ernst. Dr. Inken Balla und Holger Lindig entwickelten aus ihren eigenen Erfahrungen als Eltern von pubertierenden Kindern und dem Erfahrungsschatz der Eltern aus den Kursen das Konzept für „Kinder in der Pubertät – Eltern in der Krise?!“
Konzept für Elterntraining mit Eltern von pubertierenden Kindern
Ziele und Schwerpunkte dieses Elterntrainings
- Kennenlernen in der Gruppe betroffener Eltern
- Eigene Erfahrungen aus der Zeit der Pubertät reflektieren
- Was bedeutet Pubertät - Eine Ortsbestimmung
- Identitätsfindung - wichtig für die Verselbständigung
- gelungene Kommunikation mit pubertierenden Jugendlichen
- Wie entstehen Konflikte?
- Umgang mit Sucht
- Suchtstrukturen in der Familie
- Umgang mit Sexualität im pubertären Alter
- Pubertät und Lebensplanung der Familie neu gestalten
Kommunikation ist der "Motor" unserer persönlichen Entwicklung. Leider scheint es so, dass mancher "Motor" während der Zeit der Pubertät wohl die falsche "Übersetzung" hat, oder so stockt, als wenn die "Feinabstimmung" nicht stimmt.








